Moorkino im Februar

Wann: 21. Februar 2018

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 20:00 Uhr

Eintritt: Spende

Moorkino im Februar

Grundlage des Films ist ein 2011 erschienener Roman von Ferdinand von Schirach. Der Roman erzählt den Mord am Industriellen Jean-Baptiste Meyer durch den pensionierten Gastarbeiter Fabrizio Collini.[1

Der ehrgeizige Junganwalt Caspar Leinen (M’Barek) hat seinen ersten Fall als Pflichtverteidiger übernommen. Leinen ist enthusiastisch, vielleicht ein wenig übereifrig, aber auch engagiert und einigermaßen schockiert, als sein Mandant beharrlich schweigt. Der Mandant heißt Fabrizio Collini, stammt aus einem norditalienischen Dorf und soll den Fabrikbesitzer Hans Meyer in einem Berliner Nobelhotel gezielt hingerichtet haben. Das bestreitet er gar nicht. Aber warum? Auf diese Frage bekommt Leinen zumindest von seinem Mandanten sehr lange Zeit keine Antwort. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass der Ermordete der Ziehvater des Anwaltes war. Seine Familie verlangt, er solle die Verteidigung ablehnen, was jedoch so einfach nicht möglich ist. Und er gelangt auf eine fürchterliche Spur, denn Leinen stößt bei seinen Recherchen auf Fragmente einer Nazi-Vergangenheit, die Collini und Meyer verbindet – und die die ganze deutsche Nachkriegsrechtsprechung angeht. Dreh- und Angelpunkt ist dabei ist das sogenannte Dreher-Gesetz von 1968, ein vom Bundestag verabschiedetes Gesetz, das dafür gesorgt hat, dass Täter aus dem Dritten Reich straffrei davongekommen sind.

Elyas M’Barak, Franco Nero, Heiner Lauterbach, Catrin Striebeck,  Rainer Bock und viele andere agieren in ihren Rollen großartig und verkörpern  Borniertheit, Toleranz sowie moralisches Dilemma zwischen Gerechtigkeit und Gesetzestreue beeindruckend.