Moorkino im Oktober

18/10/19 20:00 - 22:30

Moorkino im Oktober

Tagsüber arbeitet er als Baggerfahrer im Braunkohletagebau in der Lausitz. Doch abends nach der Schicht steigt er als Sänger auf die Bühne und bewegt die Menschen mit seiner Musik. Gerhard Rüdiger G.. Durch seine sehr persönlich und authentisch wirkenden Lieder avanciert er in den 1980er Jahren zu einem Idol vieler Menschen in der DDR. Zugleich gerät er immer wieder mit der Obrigkeit in Konflikt. Auch nach dem Ende der DDR büßt Gundermann nicht an Popularität ein, im Gegenteil: Seine Fangemeinde wird immer größer. Sogar als sich im Jahr 1995 herausstellt, dass Gundermann als Stasi-Spitzel tätig war, ändert das kaum etwas an seinem Erfolg.

 „ Ich glaube, die Schnittstelle zum Verrat ist manchmal sehr klein und Menschen sind verführbar“, sagt  der Regisseur Andreas Dresen  zu dieser so unglaublich widersprüchlichen Person.

Trotz seines guten Einkommens als Musiker, arbeitet G.  bis zu seinem Tod jeden Tag als Baggerfahrer im Braunkohlebergbau. 1998 stirbt er an einem Gehirnschlag.

„G. wurde 43 Jahre alt. Er starb unmittelbar. An einem kühlen Juniabend zur Sommersonnenwende“. So heisst es im Filmabspann.

Der Schauspieler Alexander Scheer verschmilzt in seinem Spiel mit der Person Gundermann, gibt ihr Seele, singt und spielt alle Lieder, beeindruckend.
Er erhielt beim Deutschen Filmpreis 2019 die goldene Lola für seine Darstellung, ebenso wurde der Regisseur Andreas Dresen für die beste Regie ausgezeichnet und die goldene Lola für das beste Drehbuch  bekam Laila Stieler .